Der Landesdatenschutzbeauftragte Baden Württembergs, Stefan Brink, verhängte ein Bußgeld in Höhe von 300.000€ wegen „fahrlässiger Verletzung der datenschutzrechtlichen Rechenschaftspflicht“ gemäß der Datenschutzgrundverordnung.
Zwischen 2016 und 2018 hatte der Club widerholt bis zu 100.000 Mitgliederdaten an Dritte weiter gegeben. Diese Daten wurden anschließend zu Marketingzwecken missbraucht.

Der VfB entschuldigte sich bei seinen Mitgliedern und akzeptierte die Konsequenzen und verzichtet auf weitere Rechtsmittel. Zudem verpflichtet sich der Verein, neben der kostenträchtigen Umstrukturierung seines Datenschutzmanagements, in Abstimmung mit der Behörde weitere Maßnahmen zu ergreifen. So will man insbesondere junge Menschen für Datenschutzanliegen sensibilisieren.
Hierzu will der Bundesligist das Projekt „Datenschutz geht zur Schule“ fördern. Realisiert werden soll das durch Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit für regionale Schul-Aktionstage und im Rahmen kind- und jugendgerechter Videos zur Sensibilisierung für datenschutzrelevante Themen. Zudem will der VfB zum Thema „Datenschutz bei Jugendlichen“ Schulungen für seine Nachwuchsmannschaften von der U10 bis zur U21 konzipieren.
Der datenschutzvorfall und ihre Aufarbeitung belasten den VfB seit Monaten und hatten bereits mehrere personelle Veränderungen zur Folge. "Es war ein intensiver Prozess. Er hat zu massiven Konsequenzen geführt", sagte Hitzlsperger. Der Club trennte sich von zwei Mitarbeitern und die Vorstände Stefan Heim und Jochen Röttgermann wurden abberufen. Es bestehe aber nach wie vor Ungereimtheit, denen der verein weiterhin nachgehe.